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Wunsch oder Disziplin

Wunsch oder Disziplin

Henry Ford, der selbst ein Leben voller „ups and downs“ hatte, soll einmal gesagt haben: „Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“

Vor einigen Jahren noch, hätte ich wahrscheinlich geantwortet, dass das Unsinn ist, denn nicht jeder kann das einfach so beschließen. Heute dagegen, sehe ich das genauso!

In einem Buch von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer habe ich einmal gelesen, wie wir Menschen bzw. unser menschliches Gehirn bewertet, entscheidet und handelt. Von bremsen stand dort nichts!

Scheinbar können wir zwar handeln, jedoch können wir es auch absichtlich unterlassen. Es ist somit eine Konditionierung, die wir mit auf den Weg bekommen haben, nicht durch die Gene, sondern durch unsere Umwelt.

Es sind Denkmuster und Denkstrukturen die uns zwar jedes Jahr aufs Neue überlegen lassen, dieses oder jenes nun endgültig zu ändern und andere unserer Denkmuster und Denkstrukturen übernehmen den Part genau das wieder zu verhindern. Wenn sie mal beobachten wie Kinder und auch Erwachsene reagieren, wenn man ihnen etwas verbietet, werden sie mal früher oder später, je nach individueller Persönlichkeit erleben können, dass sie letztlich genau das Gegenteil tun.

Wenn sie nun mit aller Macht ihre Denkmuster und Denkstrukturen überzeugen wollen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das ganze auf Dauer nichts wird.

Ich kenne das aus meinen ewigen „ich-muss-abnehmen“ Silvesterplänen. Keine Diät hat jemals bei mir langfristig funktioniert – wie bei vielen anderen Personen die ich kenne auch.

Allerdings habe ich mittlerweile einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Menschen die ich kenne, denn ich durfte lernen, was ich mit meinem Unterbewusstsein erreichen kann, wenn ich mich nicht quäle oder kasteie, mir einrede ich muss oder jetzt aber mehr Disziplin!

Wie damals, als ich mich vor der Chemotherapie entschlossen habe, meine Haare auf dem Kopf zu behalten und dieses positiv formuliert auf Papier brachte, Tag für Tag hunderte Mal, genauso wollte ich nun mein Idealgewicht. Ich stellte mir nun vor, dass ich „65Kg leicht bin“ was einen Unterschied von 10 Kg ausmachte und sagte es mir vor jeder Mahlzeit, vor dem „zu bettgehen“ und auch zwischendurch.

Ich aß und trank genauso weiter (mein Mann kocht bei uns – und so lecker ), jedoch ohne eine Waage zu betreten. Nach ca. 7 Monaten hatte ich das dringende Bedürfnis, mich auf die Waage zu stellen und siehe da …

Vor kurzem hat mich eine Freundin gefragt, ob ich das beweisen kann mit dem Abnehmen, dabei sagt ich ihr, dass ich nicht abnehme sondern nur ein neues Ziel eingebe und es mir so lange sage, bis ich es verinnerlicht habe und daran glaube, denn nur dann funktioniert es bei mir.

Um es ihr zu zeigen habe ich das eine Woche gemacht, mit dem Ziel von 65 auf 63 Kg, wir nutzten ihre Waage, seitdem glaubt sie es. Ich habe einen Neuanfang genutzt, jedoch nicht mehr wie früher mit Zwang, sondern mit Vertrauen darauf das aus einem Wunsch auch ein Glaube wird.

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