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… wie eine Brücke vom Körper zum Geist

Naturfoto : Rosemarie Hofer

Mein Beitrag von gestern hat einige Leser veranlasst mir zu schreiben und Fragen zu stellen.

Ich möchte zu den wichtigsten Stellung nehmen. Um welche Krankheit oder Schicksal es im Leben geht, ist letztlich nicht wirklich wichtig, nur das daraus Entnommene, für sein Leben erlernte!

Ich habe gestern geschrieben, dass der Augenblick, dass jeder Moment zählt. Die Herausforderung unserer derzeitigen Gesellschaft ist es meiner Meinung nach, dass Menschen ihr Glück erkennen lernen. Ich persönlich habe gelernt, erst einmal richtig und ruhig zu atmen, sei es im Auto an der Ampel oder wenn das Telefon klingelt bevor ich es abhebe. Ein und Ausatmen ist sehr wichtig, für mich wie eine Brücke vom Körper zum Geist. Wenn ich ruhig atme, beruhigt sich mein Geist oder wenn sie so wollen mein Denken. Wenn sich mein Denken beruhigt, dann wird auch mein Körper ruhiger und ich kann alles um mich herum wieder geniessen. Ich spüre, rieche, sehe wieder besser und achte auch auf Kleinigkeiten.

Diese Ruhe macht mich sensibler für Glücksmomente und ich denke, dass es vielen Menschen so geht.

Mein Mann hat eine Lieblingsgeschichte, die er immer wieder vorliest, sei es bei Freunden die Schwierigkeiten haben oder Menschen die krank sind. Ich lasse sie mir auch schon mal gerne vorlesen (ich habe es sogar auf meinem Handy als mp3), vor allem in der jetzigen Jahreszeit, wo es wieder frische Mandarinen gibt. Versuchen sie es ruhig auch einmal, nehmen sie eine Mandarine in ihre Hand und lassen sie sich die Geschichte vorlesen, es kann ein Glücksmoment für sie werden.

Sie ist im übrigen von Thich Nhat Hanh, aus dem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“:

Meditation über Mandarinen

Wenn ich dir mit einer frisch gepflückten Mandarine eine Freude machen will, hängt das Maß, in dem du sie genießen wirst, glaube ich, von deiner Achtsamkeit ab. Wenn du frei von Sorgen und Ängsten bist, wirst du die Mandarine mehr genießen können. Bist du wütend oder hast du Angst, wird die Frucht wahrscheinlich keine große Wirklichkeit für dich haben.

Einmal gab ich ein paar Kindern einen Korb voll Mandarinen. Er wurde herumgereicht, und jedes Kind nahm eine Frucht und hielt sie in der Hand. Wir sahen uns alle unsere Mandarine an, und die Kinder wurden gebeten, über den Ursprung der Frucht zu meditieren. Sie sahen nicht bloß ihre Mandarine, sondern auch die Mutter, den Mandarinenbaum. Mit ein wenig Anleitung begannen sie, sich die Blüten in Sonnenschein und Regen zu vergegenwärtigen. Dann sahen sie Blütenblätter fallen und die winzigen grünen Früchte erscheinen. Sonnenschein und Regen wechselten sich ab, und die winzige Mandarine wuchs. Jetzt hatte sie jemand gepflückt, und sie war hier. Als die Kinder das gesehen hatten, wurden sie gebeten, die Frucht langsam zu schälen und auf den feinen Sprühregen und den Duft der Mandarine zu achten. Dann konnten sie sie zum Mund führen, achtsam hineinbeißen und ganz bewußt Beschaffenheit und Geschmack der Frucht wahrnehmen, den Saft, der herauslief. So aßen wir langsam.

Jedesmal wenn du eine Mandarine betrachtest, kannst du tief in sie hineinblicken. Du kannst das ganze Universum in einer Mandarine entdecken. Du schälst sie, und du riechst sie, und das ist wunderbar. Du kannst dir Zeit lassen, wenn du eine Mandarine ißt, und sehr glücklich sein.

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